Heidelberger Ex-Oberbürgermeisterin erhält Umweltpreis

dpa
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Osnabrück/Heidelberg (dpa) - Die frühere Oberbürgermeisterin von Heidelberg, Beate Weber, erhält den Deutschen Umweltpreis. Der höchstdotierte Umweltpreis Europas würdigt in diesem Jahr besonderes Engagement für den Klimaschutz. Zu den Preisträgern zählt neben Weber der Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung, Prof. Hans Joachim Schellnhuber sowie der Gründer des hessischen Klimaanlagen-Herstellers Konvekta, Carl H. Schmitt, der mit seinem langjährigen Entwicklungsleiter Prof. Jürgen Köhler ausgezeichnet wird, teilte die Bundesstiftung Umwelt (DBU) am Mittwoch in Osnabrück mit. Die Ehrung ist mit insgesamt 500 000 Euro dotiert. Die drei Preisträger erhalten jeweils 166 000 Euro.

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Bundespräsident Horst Köhler wird die Auszeichnungen am 28. Oktober in Aachen überreichen. DBU-Generalsekretär Fritz Brickwedde würdigte Schellnhuber als "einen der herausragendsten und kreativsten Denker, den die deutsche Umweltforschung hat". Mit unendlicher Energie und Ausdauer habe der 57-Jährige als einer der ersten nachhaltige Lösungen des Klimaproblems gefordert. Zudem habe Schellnhuber mit seinem Institut die "internationale politische Diskussion zur Lösung des Klimaproblems entscheidend geprägt". Er sei ein "äußerst einflussreicher wissenschaftlicher Berater in der Klimapolitik".

Die frühere Oberbürgermeisterin Beate Weber (SPD) sei während ihrer 16-jährigen Amtszeit die "treibende Kraft in Sachen Klima- und Umweltschutz" gewesen. Bereits im Jahr 1991 habe die Stadt Heidelberg Bürger und Stadtplaner motiviert, den Ausstoß von klimaschädlichem Kohlendioxid zu senken. Innerhalb weniger Jahre sei der Klimagas- Ausstoß für städtische Liegenschaften von 39 000 Tonnen auf 25 400 Tonnen pro Jahr zurückgegangen. Während der Amtszeit der heute 63 Jahre alten Politikerin habe Heidelberg "Maßstäbe im kommunalen Umweltschutz" gesetzt.

Die DBU würdigte auch die Verdienste von Köhler (53) und Schmitt (76) um den Klimaschutz. Die beiden Preisträger hätten mit der im hessischen Schwalmstadt ansässigen mittelständischen Firma Konvekta einen wesentlichen Beitrag geleistet, Kohlendioxid als Kältemittel für Fahrzeug-Klimaanlagen marktreif zu machen. Noch heute entwichen aus undichten Klimaanlagen Kältemittel, die mitverantwortlich für den Treibhauseffekt seien. Durch den Einsatz alternativer Kältemittel könnte der Kohlendioxid-Ausstoß von rund 2,5 Millionen sparsamen Kleinwagen kompensiert werden, erklärte die DBU. Der frühere Konvekta-Entwicklungsleiter Schmitt ist heute Direktor des Instituts für Thermodynamik der Technischen Universität Braunschweig.



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