Heftiger Parteienstreit in Hessen um längere Laufzeit für Biblis A
dpa
Wiesbaden (dpa) - Der Antrag des Kraftwerksbetreibers RWE auf eine längere Laufzeit für den Atomreaktor Biblis A hat heftigen politischen Streit in Hessen ausgelöst. SPD und Grüne nannten den Antrag am Mittwoch in Wiesbaden rechtlich unzulässig und lehnten ihn auch aus Sicherheits- und Umweltgründen ab. CDU und FDP befürworteten das Vorgehen von RWE. Der Reaktor sei sicher und könne auch bis 2011 statt 2008 betrieben werden. Der Atomausstieg sei falsch, Kernenergie müsse nicht zuletzt aus Umweltgründen auch künftig zum Energiemix gehören.
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RWE will so genannte Reststrommengen des stillgelegten rheinland- pfälzischen Kernkraftwerkes Mülheim-Kärlich auf den Atomreaktor in Südhessen übertragen. Die SPD-Landesvorsitzende Andrea Ypsilanti nannte es unsinnig, dass die CDU-geführte Landesregierung diesem Antrag applaudiere. Grünen-Fraktionschef Tarek Al-Wazir sagte, Biblis A sei der störanfälligste Reaktor in Deutschland. Die CDU erklärte, regenerative Energien könnten bis 2008 die rund 30 Prozent nicht ersetzen, mit denen Biblis A zur Stromversorgung in Hessen beitrage. Auch die FDP in Wiesbaden hält den Antrag für genehmigungsfähig.
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