Hat das Solar Valley in Sachsen-Anhalt eine Zukunft?
Berlin - Die deutsche Solarindustrie macht seit geraumer Zeit vor allem durch Insolvenzmeldungen Schlagzeilen. Trotzdem sieht der Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt eine Chance für das Solar Valley. Denn "Made in Germany" habe weiterhin eine große Bedeutung.
Das sogenannte Solar Valley in Sachsen-Anhalt ist nach Ansicht des Ministerpräsidenten des Landes, Reiner Haseloff (CDU), trotz der Förderkürzung weiterhin interessant für die Solarindustrie. "Ich gehe davon aus, dass sich die Investoren für den Standort entschieden haben, weil 'Made in Germany' noch etwas gilt", sagte Haseloff der "Mitteldeutschen Zeitung" vom Freitag. Deutschland sei zudem das einzige Land, "das die Energiewende realisiert".
Der Regierungschef betonte, in der Solarbranche werde trotz Krise weiter produziert. Selbst der insolvente Solaranlagen-Bauer Q-Cells plane - "für uns überraschend - derzeit keinen Personalabbau", sagte Haseloff. Dass viele asiatische Firmen Interesse an deutschen Solarunternehmen zeigten, wertete er nicht als Problem: "Die Interessenten wollen auf den deutschen Markt, auf dem Planungssicherheit herrscht und wo Fördermittel für Forschung erhöht werden sollen." Im Dezember hatte sich beispielsweise der kriselnde Solarzellen-Hersteller Sunways in die Arme des chinesischen LDK Solar gerettet.
Der Bundesrat hatte am Freitag vergangener Woche der lange umstrittenen Kürzung der Solarförderung zugestimmt. Die Einspeisevergütung, welche die Betreiber von Solaranlagen über 20 Jahre lang in gleicher Höhe garantiert erhalten, wird damit deutlich gesenkt und sinkt in Zukunft monatlich weiter. Komplett eingestellt werden soll die Förderung, wenn die Gesamtleistung der Photovoltaikbranche in Deutschland 52 Gigawatt erreicht hat.
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