Hansenet schreibt wieder schwarze Zahlen
Hamburg - Hansenet, die deutsche Tochterfirma des hoch verschuldeten Telekommunikationskonzerns Telecom Italia, schreibt wieder schwarze Zahlen. Wie Hansenet-Chef Paolo Ferrari der Tageszeitung "Die Welt" (Montagausgabe) sagte, hätten sie den Turnaround geschafft. Demnach hat das Unternehmen seit vier Monaten mehr Geld verdient als ausgegeben. Zu diesem positiven Ergebnis habe ein rigoroser Sparkurs geführt. So sei beispielsweise Fernseh- und Print-Werbung gestoppt und stattdessen im Internet geworben worden. Das Unternehmen sei deutlich effizienter, obwohl Hansenet 15 bis 20 Prozent weniger ausgebe, zitiert die Zeitung den Hansenet-Chef, der seit März das Geschäft in Deutschland leitet. Ein Stellenabbau sei derzeit nicht geplant.
Telecom Italia will Hansenet verkaufen, die Suche nach einem Käufer dauert aber an. Der italienische Konzern sitzt laut "Welt" auf Schulden von 34 Milliarden Euro und will deshalb in mehreren Ländern seine Aktivitäten abstoßen. Das sei nicht die beste Zeit für Verkäufe, sagte ein Hansenet-Manager dem Blatt. Von der ursprünglich erwarteten eine Milliarde Euro Erlös für Hansenet habe sich Telecom Italia verabschiedet. Experten sehen den Wert bei weniger als 500 Millionen Euro. Nach Informationen der Zeitung verliert Hansenet monatlich mehrere Tausend Kunden. Für die Mobilfunk-Pakete, bei denen Hansenet mit O2 zusammenarbeitet, kämen hingegen monatlich mehr als 15.000 Nutzer hinzu.
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