Handy-Verkaufszahlen steigen weltweit
Boston - Der weltweite Handyabsatz ist weiter gestiegen: Im zweiten Quartal 2010 seien insgesamt 308 Millionen Handys abgesetzt worden. Das sind 13 Prozent mehr als im Vorjahr. Dies teilten die Marktforscher des globalen Analystenhauses Strategy Analytics am Freitag mit. Die Verkäufe werden sowohl durch die Nachfrage nach preisgünstigen Handys, wie auch durch den Smartphone-Boom gestützt.
Für das dritte Quartal rechnen die Experten mit einem weiteren Anstieg des Absatzes auf 325 Millionen Stück. Angetrieben wird die weiter zunehmende Nachfrage im zweiten Halbjahr nach Ansicht der Experten durch zahlreiche neue Smartphones. Unter anderen wollen Nokia und Samsung etliche neue Modelle auf den Markt bringen, um ihren Anteil im hochpreisigen Segment zu erhöhen.
Nokia verteidigt Marktführerschaft
Zwischen April und Ende Juni hat Strategy Analytics zufolge Nokia seine Marktführerschaft behauptet. Allerdings sank der Marktanteil der Finnen leicht auf 36,1 Prozent. Von der Schwäche Nokias habe Samsung profitieren können und auf 20,7 Prozent zugelegt. Der südkoreanische Wettbewerber LG Electronics komme auf 10 Prozent. Grund für den vergleichsweise geringen Wert sei das schwache Angebot an Smartphones.
Apple: Schonzeit nähert sich dem Ende
Das stärkste Plus unter den fünf großen Handyherstellern erzielte den weiteren Angaben zufolge der kanadische Blackberry-Hersteller RIM, der 11,2 Millionen Geräte abgesetzt und seinen Marktanteil von 2,9 auf 3,6 Prozent erhöht hat. Konkurrent Apple habe seinen Marktanteil in den drei Monaten zwar von 2 auf 3 Prozent gesteigert. Doch nach der Kritik an den Produktionsmethoden in China sowie den Antennenproblemen bei dem neuen iPhone-Modell nähere sich die Schonzeit für das Unternehmen aus Cupertino "deutlich ihrem Ende", hieß es.
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