Handwerk in Niedersachsen erhofft sich durch Klimaschutz Aufschwung
dpa
Braunschweig (dpa) - Das Handwerk erwartet von der Politik eine stärkere Förderung von alternativen Energiequellen. "Wir müssen weg vom Öl. Und alternative Energieanlagen bringen nicht nur dem Handwerk Arbeit, sie ersparen den Verbrauchern auch Kosten", sagte der Vizepräsident der Braunschweiger Handwerkskammer, Roman Hannover der Deutschen Presse-Agentur. In Braunschweig treffen sich von heute (Freitag) bis Sonntag Vertreter von 18 Handwerkskammern aus ganz Norddeutschland zur Tagung "Keine Zukunft ohne Nachhaltigkeit".
Neben der Windenergie sollte vor allem die Solarenergie nach Meinung von Hannover weiter voran getrieben werden. "Um den Einbau einer Solar- oder Photovoltaikanlage interessanter zu machen, sollte der Staat auf die Hälfte der Mehrwertsteuer verzichten", schlägt Hannover vor. Zudem sollte der Staat statt in Kohle lieber in Solar investieren und auch für die Hersteller mehr Förderung bereitstellen.
"Außerdem sollten alle öffentlichen Gebäude als gutes Vorbild so schnell wie möglich mit Solaranlagen ausgestattet werden", sagte er. "Wir haben jetzt kapiert, wie es mit der Umwelt aussieht. Es muss jetzt gegen gesteuert werden." Für Hausbesitzer und Mieter würden sich die Investitionen bei den erwarteten Steigerungen der Energiekosten zudem schnell wieder auszahlen.
Aber auch im eigenen Lager sieht er noch Defizite. "Insbesondere ältere Mitarbeiter müssen noch stärker auf Solar und andere alternative Energiequellen geschult werden", forderte Hannover. Die Betriebe müssen in der Lage sein, die Kunden besser zu informieren. "Wenn die riechen, da ist Geld zu verdienen, dann wird da aber etwas passieren", ist er sich sicher.
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