Handelsblatt: Versatel will drittgrößten Kabelanbieter Orion übernehmen
- Versatel spürt harten Wettbewerb - Umsatz- und Gewinnrückgang
- Neuer Vorstandschef bei Versatel
- Versatel kauft weiteren Kabelnetz-Betreiber
- Kabel Deutschland kooperiert mit O2 und bietet Mobilfunk an
- Kabel Deutschland für Fusion mit Konkurrenten
- Unitymedia-Chef: Kabelnetze sollten aus einer Hand betrieben werden
- Unitymedia wächst bei Umsatz und Gewinn
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Düsseldorf - Laut einem Pressebericht will der Düsseldorfer Telekomanbieter Versatel den drittgrößten deutschen Kabelanbieter Orion übernehmen. Das "Handelsblatt" berichtete in seiner Dienstagausgabe unter Berufung auf Kreise, dass das Unternehmen bereits die Finanzierung vorbereiten lasse. Mit dem Kauf von Orion würde Versatel die beiden größten Kabelanbieter, Kabel Deutschland (KDG) und Unitymedia, angreifen. Die beiden Konkurrenten sollen sich ebenfalls für Orion interessieren.
Versatel ist mit einem Umsatz von zuletzt 762 Millionen Euro die Nummer fünf auf dem deutschen Telekommarkt. Orion liegt mit einem Umsatz von 259 Millionen Euro und 3,2 Millionen Kunden auf Rang drei der deutschen Kabelanbieter und braucht dringend neue Investoren. Dem Unternehmen droht die Zerschlagung, weil die Escaline-Gruppe, zu der Orion gehört, überschuldet ist.
Ein erfolgreicher Deal wäre ein Meilenstein im Zusammenwachsen der Märkte Telekommunikation und Kabel, schreibt das "Handelsblatt" weiter. Durch die zersplitterte Struktur des Kabelmarkts haben KDG und Unitymedia keinen direkten Kontakt zu den Fernsehkunden. Sie liefern nur das TV-Signal an Konkurrenten wie Orion, deren Netze bis in die Wohnzimmer der Kunden reichen. Versatel könnte sein Glasfasernetz mit der Kabeltechnik von Orion kombinieren und so ebenfalls ein TV-Signal zu den Endkunden liefern. Versatel böte die Übernahme aber auch den Vorteil, dass es den neuen Orion-Kunden darüber hinaus auch einen Web-Zugang samt Telefonanschluss anbieten könnte.
Versatel gehört zu 42 Prozent dem Finanzinvestor Apax. Jeweils 25 Prozent halten die niederländische Cyrte Investments sowie der Telekom-Dienstleister United Internet
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