Handelsblatt: Längere AKW-Laufzeiten bringen Versorgern Milliardenplus

dpa | 08.07.2008
Bild: Stromleitungen


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Düsseldorf (dpa-AFX) - Eine Verlängerung der Laufzeiten von Atomkraftwerken würde den deutschen Energiekonzernen einem Pressebericht zufolge zweistellige Milliardensummen an Zusatzeinnahmen bescheren. Nach Berechnungen von Analysten würde eine Laufzeitverlängerung von acht Jahren für RWE einen Barwert des zu erwartenden Cash-Flows von gut acht Milliarden Euro bringen, berichtet das "Handelsblatt" (Dienstagsausgabe) unter Berufung auf Berechnungen der Analysten von Sal. Oppenheim. Für E.ON würden die Zusatzeinnahmen auf gut zwölf Milliarden Euro geschätzt.

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EnBW-Chef Hans-Peter Villis sagte dem Blatt, er sei bereit, diese Vorteile unter anderem in den Ausbau der erneuerbaren Energien und in die Energieforschung zu investieren. In der großen Koalition ist wegen der hohen Energiepriese ein Streit um den Atomausstieg entfacht. Aus der Union kamen am Montag neben Forderungen nach längeren Laufzeiten auch Forderungen nach dem Bau neuer Kernkraftwerke. Die SPD-Spitze forderte dagegen, solche Neubauten per Grundgesetz-Änderung zu verbieten.


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