Handelsblatt: Länder beantragen "CO2-Speicherabgabe"
Düsseldorf - Laut eines Berichtes im "Handelsblatt" könnte die unterirdische Speicherung von Kohlenstoffdioxid (CO2) aus Kohlekraftwerken noch teurer werden als bislang angenommen. Unter Berufung auf Kreise der Länderregierungen berichtete die Zeitung in seiner Donnerstagausgabe, dass die Bundesländer in ein laufendes Gesetzgebungsverfahren zu den CO2-Speichern eine "Speicherabgabe" für Stromerzeuger einfließen lassen wollten. Diese Abgabe solle fünf Euro pro eingelagerter Tonne des Treibhausgases betragen. Durch diese Gebühr fielen jährlich Milliardenlasten bei den Stromkonzernen an, die dann letztendlich für die Verbraucher zu höheren Strompreisen führen könnten.
Dem Bericht zufolge setzen die Länder Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg auf die Speicherabgabe. Dort befindet sich der Großteil der geplanten unterirdischen Speicherstätten. Am Freitag will der Bundesrat über das Thema beraten. Für die Betreiber von Kohlekraftwerken ist die unterirdische CO2-Speicherung von großer Bedeutung, weil sie für den Ausstoß des Treibhausgases im Zuge des EU-weiten Handels mit Emissionsrechten Zertifikate kaufen müssen, deren Preis in den kommenden Jahren steigen dürfte. Die sogenannte CCS-Technologie zur CO2-Speicherung ist umstritten, Kritiker halten sie auch ohne Speicherabgabe bereits für zu teuer und zudem nicht sicher genug.
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