"Handelsblatt": EnBW will Beteiligungen verkaufen
Düsseldorf - Einem Zeitungsbericht zufolge will Deutschlands drittgrößter Energieversorger EnBW zwei namhafte Beteiligungen verkaufen. Das "Handelsblatt" (HB/Freitag) berichtete mit Berufung auf Konzernkreise, dass EnBW-Chef Hans-Peter Villis den Ausstieg beim Nachbarn MVV Energie aus Mannheim und beim zweitgrößten österreichischen Stromversorger EVN prüfe. Die in Karlsruhe ansässige EnBW wollte die beiden Namen der Konzerne der Zeitung gegenüber zwar nicht bestätigen, das "Handelsblatt" verwies jedoch auf Villis' Ankündigung im Zwischenbericht, sich von Unternehmensteilen im Volumen von 1,5 Milliarden Euro trennen zu wollen.
Am Stadtwerke-Konzern MVV hält die EnBW einen Anteil von 15 Prozent, berichtet das "Handelsblatt" weiter. Gemessen am Aktienkurs wäre das Paket rund 300 Millionen Euro Wert. Als potenzieller Interessent werde in der Branche der MVV-Aktionär Rheinenergie aus Köln gehandelt. An EVN, die auf der Liste potenzieller Verkaufskandidaten ganz oben stünde, ist EnBW mit knapp 36 Prozent beteiligt. Das Paket dürfte rund eine Milliarde Euro Wert sein, weil es zahlreiche Interessenten anlocken dürfte, schreibt das Blatt.
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