Handel mit CO2-Emissionen 2007 fast verdoppelt
Bei dem Handelssystem können Unternehmen mit CO2-Emissionen entweder Quoten über ihre jeweiligen Maximumsmengen innerhalb bestimmter Grenzen kaufen oder nicht genutzte Mengen verkaufen. Möglich ist auch der Kauf von CO2-Quoten durch Finanzierung umweltfreundlicher Investitionen in Entwicklungsländern. Bei einer Umfrage von Point Carbon unter 3.700 Beteiligten erklärten 73 Prozent, dass der Preis für die Emissionsrechte für ihre Entscheidungen über Investitionen wichtig sei. 55 Prozent haben nach eigenen Angaben ihren Treibhausgas-Ausstoß als direkte Folge des CO2-Handels vermindert.
Drei Viertel der Unternehmen äußerten, dass sie für die kommenden Jahre einen erheblichen Anstieg des Preises von derzeit knapp 22 Euro je Tonne erwarten. Eine solche Entwicklung werde sich deutlich auf die Höhe des Strompreises in Europa auswirken und massive Investitionen für erneuerbare Energien unumgänglich machen, erklärte ein Sprecher von Point Carbon.
Als ausschlaggebend für die Zukunft des Systems gilt die Frage, ob bei den Emissionen führende Länder wie die USA, China und Indien ebenfalls den CO2-Handel mit bindenden Obergrenzen einführen. Knapp drei Viertel der befragten Unternehmen äußerten sich optimistisch, dass dies im Gefolge der Ende 2009 anstehenden Kopenhagener UN-Klimakonferenz geschehen wird. Der Chef des in Bonn ansässigen UN- Klimasekretariates, Yvo de Boer, sagte: "Wir brauchen Ende nächsten Jahres in Kopenhagen ein globales Klimaabkommen, das ökonomisch Sinn macht. Hier steht der Quotenhandel vor einer sehr vielversprechenden Zukunft."
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