Grüne: Messergebnisse des Atommülltransports offenlegen
Hannover/Gorleben - Die Grünen im niedersächsischen Landtag haben von der Landesregierung die Offenlegung aller Messergebnisse beim jüngsten Atommülltransport nach Gorleben verlangt. "Es ist nach wie vor vollkommen unklar, wie hoch die von den Behältern nach außen abgegebene Strahlung tatsächlich war", sagte Fraktionsvorsitzender Stefan Wenzel am Dienstag in Hannover.
Bei dem Transport waren wegen des höheren Abbrandes der Brennelemente erstmals Atommüllbehälter französischer Bauart verwendet worden. Nach Angaben der Umweltorganisation Greenpeace war die Neutronenstrahlung in 14 Metern Entfernung um 40 Prozent höher als bei den früher verwendeten Castoren. Das Umweltministerium in Hannover hatte nach Kontrollmessungen bei drei Behältern erklärt, die Strahlung liege innerhalb der gültigen Grenzwerte.
Die Grünen haben zu dem Thema eine Kleine Anfrage an die Landesregierung gerichtet. Seine Fraktion wolle in Erfahrung bringen, welche Werte an den verschiedenen Stationen des Transports gemessen wurden, wer mit den Messungen beauftragt war und ob auch die sogenannten Neutronenfenster der Atommüll-Behälter berücksichtigt wurden, sagte Wenzel.
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