Grüne kritisieren Klimafonds der Regierung
Berlin - Nach Einschätzung der Grünen subventioniert der Klimafonds der Bundesregierung den CO2-Ausstoß mehr als er einspart. Grund dafür seien die neue Kohle- und Gaskraftwerke, welche mit fünf Prozent der Fondsgelder finanziert werden sollen, schreibt die "Frankfurter Rundschau". Dabei stützen sich die Grünen auf Angaben der Energieversorger und der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).
Demnach würde ein neues Kohlekraftwerk rund vier Millionen Tonnen CO2 zusätzlich ausstoßen. Die mit der übrigen Fördersumme von zwei Milliarden Euro vorgesehenen Maßnahmen zur Gebäudesanierung würden jedoch nur rund eine Million Tonnen CO2 jährlich vermeiden.
"Dem Klima und auch dem Steuerzahler wären eher damit gedient, einige alte Kraftwerke länger in Betrieb zu halten", zitierte die "FR" dazu den Grünen-Energieexperten Oliver Krischer. Damit lasse sich auch zu Spitzenlastzeiten die Versorgungssicherheit sicherstellen.
Umweltschützer befürchten, dass der Bau neuer Kohlekraftwerke den CO2-Ausstoß auf Jahrzehnte hinaus erhöhen würde. Daher sei es besser, auch umweltschädlichere Altanlagen noch einige Jahre laufen zu lassen, um sie dann in Verbindung mit dem Ausbau erneuerbarer Energien sobald wie möglich vom Netz zu nehmen.
Auch empfehlen Umweltexperten eher den Bau flexiblerer Gaskraftwerke als neuer Kohleanlagen. Befürworter neuer Kohlekraftwerke verweisen darauf, dass deren CO2-Ausstoß durch EU-Vorgaben ohnehin begrenzt werde und daher das Erreichen von Klimazielen nicht gefährden würde. Daran gibt es jedoch Zweifel.
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