Großbritannien will fünf neue Atomkraftwerke bauen
London - Trotz der Katastrophe von Fukushima hält Großbritannien am Bau neuer Atomkraftwerke fest. Die Atomkraft solle als Teil eines klimafreundlichen Energiemixes ausgebaut werden, erklärte Energieminister Chris Huhne am Mittwoch. Voraussetzung sei, dass dafür keine staatlichen Subventionen notwendig werden dürften.
Ein von der Regierung in Auftrag gegebener Bericht über die Lehren aus dem Unglück im japanischen Atomkraftwerk bestärke ihn in dieser Auffassung, sagte Huhne weiter. Allerdings sollten Behörden und Betreiber weiter gemeinsam an der Verbesserung der Sicherheit arbeiten.
In seinem am Mittwoch vorgelegten Zwischenbericht kommt der Chefinspekteur Mike Weightman zu dem Schluss, dass die britischen Atomkraftwerke ausreichend vor allen möglichen Katastrophen geschützt seien und deshalb normal in Betrieb bleiben könnten. Die extremen Naturereignisse, die dem Unglück in Fukushima vorausgingen - ein Erdbeben der Stärke 9,0 und ein nachfolgender Tsunami - seien in Großbritannien undenkbar. Weightman empfahl jedoch, die Sicherheitsstandards zu überprüfen. Sein Abschlussbericht wird für September erwartet.
Großbritannien hat derzeit zehn Atomkraftwerke mit 19 Reaktoren in Betrieb. Für den geplanten Bau fünf neuer Atomkraftwerke mit mindestens zehn Reaktoren stehen Firmen wie die deutschen E.ON und RWE oder die französische EDF bereit.
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