Größter Börsengang in Paris: EDF wiegt schwerer als E.ON
Die Aktie wurde zweifach überzeichnet. Der Börsengang soll EDF etwa sieben Milliarden Euro einbringen. Die Erstnotierung ist für Montag (21. November) geplant. Die Regierung hatte auf Druck der Gewerkschaften zugesichert, dass der Stromkonzern zu 85 Prozent im Staatsbesitz bleibt. Die EDF-Aktie wird damit paradoxerweise zur neuen Volksaktie, obwohl sich alle Linksparteien und Gewerkschaften vehement dagegen gewehrt hatten, Privatinvestoren im strategischen Energiebereich zuzulassen.
EDF hatte im ersten Halbjahr 2005 rd. 2,13 Milliarden Euro verdient und 25,2 Milliarden Euro umgesetzt. Der mit mehr als 19 Milliarden Euro verschuldete Staatskonzern versorgt gut 42 Millionen Kunden in der Welt. Er hat bei der EnBW AG das Sagen und ist Nummer zwei in Italien. Die Aktie gilt bei Analysten wegen des hohen Preises und der Kostenrisiken bei der Atommüllentsorgung nicht unbedingt als gute Geldanlage. Dennoch müssen auch viele Fonds in die Aktie investieren, weil sie mit Sicherheit in den Börsenindex CAC-40 aufgenommen wird.
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