Greenpeace-Mitbegründer Moore will neue Atomkraftwerke
München - Der Umweltschützer Patrick Moore rät Deutschland zur Abkehr vom Atomausstieg. "Deutschland wird sein CO2-Ziel nur erreichen, wenn es die Atomkraftwerke länger laufen lässt und weitere baut", sagte der Mitbegründer der Umweltorganisation Greenpeace dem Nachrichtenmagazin "Focus".
Moore bezeichnete den Atomstrom als "saubere Energie ohne Treibhausgase". Er kritisierte, Deutschland wolle einerseits die Meiler abschalten, die 25 Prozent des Stroms liefern, und andererseits die CO2-Emissionen drastisch senken. "Das geht nicht gleichzeitig", sagte Moore.
Der Umweltschützer hat sich inzwischen von Greenpeace abgewandt, stimmt aber in vielen Punkten noch mit den Zielen der Organisation überein. Die Umweltschützer hätten in den 70er und 80er Jahren den Fehler gemacht, Atomkraft mit Atomwaffen zu vermischen. "Nicht alles mit 'Atom' ist des Teufels", sagte Moore dem «Focus».
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