Greenpeace: Kohlendioxid-Speicherung ist falsche Hoffnung
dpa, Verivox
Hamburg (dpa) - Pläne der Energiekonzerne zur Speicherung von Kohlendioxid (CO2) aus Kraftwerksabgasen sind nach Überzeugung von Greenpeace eine falsche Hoffnung für den Klimaschutz. Die sogenannte CCS-Technologie stehe für Kohlekraftwerke noch nicht zur Verfügung, vergeude erhebliche Mengen an Energie und Rohstoffen und werde die Strompreise massiv steigen lassen. Zu diesem Ergebnis kommt ein am Montag veröffentlichter Greenpeace-Report. Investitionen müssten daher vorrangig in erneuerbare Energien und Energieeffizienz gelenkt werden. "Die Speicherung von CO2 packt das Problem nicht bei der Wurzel", sagte Greenpeace-Energieexpertin Gabriela von Goerne.
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Beim CCS-Verfahren (Carbon Capture and Storage) wird das klimaschädliche Kohlendioxid abgeschieden und unterirdisch gelagert. Unter anderem setzt der Energiekonzern Vattenfall mit einer Pilotanlage im südbrandenburgischen Spremberg auf dieses Verfahren. Es könnte nach Einschätzung der Bundesregierung vom Jahr 2020 an kommerziell einsetzbar sein.
Bei der CCS-Technologie werde statt weniger mehr Klimagas produziert, "das dann aufwendig gelagert und langfristig überwacht werden muss". Unter dem Vorwand, diese Technik stehe in Zukunft zur Verfügung, bauten Energiekonzerne weiter klimaschädliche Kohlekraftwerke. "Doch was soll passieren, wenn die Versprechungen der Industrie als falsche Versprechungen erkannt werden? Daran will offensichtlich niemand denken", sagte Goerne.
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