Greenpeace: Industrieländer sollen sich härtere Klimaziele setzen
Zudem solle in Accra über sogenannte Sektorenziele der Entwicklungsländer diskutiert werden. Sie sollten beispielsweise keine Strafen beim Verfehlen etwaiger Klimaziele bekommen, sondern vielmehr positive Anreize zum Klimaschutz. "Wenn sie zum Beispiel erneuerbare Energien ausbauen oder ihre Kohlekraftwerke verbessern, könnten sie Emissionszertifikate erhalten und später auf dem Kohlendioxidmarkt verkaufen", erläuterte von Goerne. Auch im wachsenden Verkehrssektor könne mit Programmen für sparsame Autos viel erreicht werden. Ein weiteres Thema, das in ein Klimaabkommen von Kopenhagen in jedem Fall eingebaut werden solle, sei die "vermiedene Entwaldung". Länder sollten dafür belohnt werden, ihren Urwald zu erhalten.
"Der größte Posten in allen Ländern ist die Energiegewinnung durch Kraftwerke", betonte von Goerne. Greenpeace setze in diesem Bereich vor allem auf solarthermische Kraftwerke. Dabei wird Sonnenlicht auf ein Rohr mit Flüssigkeit gelenkt, die sich dadurch erwärmt und eine Turbine zur Stromerzeugung antreibt. Solche Kraftwerke sollten vermehrt auch in Entwicklungsländern gebaut werden. Wichtig - nicht nur in diesem Zusammenhang - sei der Technologietransfer von Industrie- zu Entwicklungsstaaten, damit auch dort effektiver Klimaschutz möglich werde. Es gebe noch immer zu wenig Klimaprojekte von Industrieländern in Afrika.
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