Greenpeace in schwedisches Atomkraftwerk eingedrungen
Stockholm - Am Montag sind Mitglieder der Umweltorganisation Greenpeace in das Gelände des schwedischen Atomkraftwerks Forsmark an der Ostseeküste eingedrungen. Nach eigenen Angaben wollte Greenpeace damit gegen die bevorstehende Wiederzulassung von Reaktorneubauten durch den Reichstag in Stockholm protestieren. Weiter hieß es, man wolle bis zur Abstimmung des Parlaments am Donnerstag auf dem Kraftwerksgelände bleiben.
Schwedens Bevölkerung hatte sich 1980 bei einem Referendum für den Ausstieg aus der Atomenergie entschieden. Der Reichstag verbot im Gefolge den Neubau von Reaktoren. Diese Entscheidung will der konservative Ministerpräsident Fredrik Reinfeldt aufheben und damit Ersatzbauten im Fall der Stilllegung von einem der derzeit zehn Reaktoren möglich machen. Die drei Kernkraftwerke Forsmark, Oskarshamn und Ringhals decken die Hälfte von Schwedens Strombedarf.
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