Greenpeace fordert Umstellung der Energieversorgung
Berlin - Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat von der Politik klare Rahmenbedingungen für eine Umstellung der Energieversorgung auf erneuerbare Energien gefordert. Der Klimaschutz sei ein Konjunkturmotor und eine weltweite Umstellung würde sich auch wirtschaftlich lohnen, wie Greenpeace und der Europäische Dachverband der Erneuerbaren Energien Industrie (EREC) am Montag in Berlin bei der Veröffentlichung ihres Weltenergieplans mitteilten.
Die Umweltaktivisten appellierten an die Politik, bis 2010 die Subvention von fossilen und atomaren Energien zu beenden und keine Kohlekraftwerke in den Industrieländern mehr zu genehmigen. Zudem müsste durch Gebäudesanierung, strikte Verbrauchstandards für Elektrogeräte und Fahrzeuge Energie eingespart werden.
Um die geforderte Energiereform umzusetzen, sind dem Weltenergieplan zufolge Investitionen von rund neun Billionen Dollar nötig. Diese könnten unter anderem aus dem Emissionshandel gezogen werden. Laut EREC-Politikdirektor Oliver Schäfer kann die Industrie der erneuerbaren Energien bis 2050 mit zweistelligen Zuwachsraten rechnen und der fossilen Energieindustrie den Rang ablaufen.
Der Report wurde beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Auftrag gegeben und wird in etwa 25 Ländern vorgestellt.
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