Greenpeace fordert Parlamentskontrolle für Frankreichs Atomexporte
dpa
Paris (dpa) - Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat von Frankreich eine parlamentarische Kontrolle seiner Atomexporte gefordert. "Es ist heikel, zivile Atomtechnologie zu exportieren, es besteht immer das Risiko, dass sie zur Herstellung von Waffen missbraucht wird", sagte Yannick Rousselet von Greenpeace am Mittwoch in Paris. Er kritisierte das Angebot des französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy während der UN-Generalversammlung, dass Frankreich alle Länder unterstützen wolle, die an ziviler Atomtechnologie interessiert sind.
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"Frankreich hat auch dem Iran und dem Irak geholfen, zivile Atomtechnologie zu nutzen, man sieht ja, was daraus geworden ist", sagte Rousselet. "Und als nächstes will Frankreich ausgerechnet Libyen einen Atomreaktor liefern", fügte er hinzu.
In Frankreich ist derzeit ein mehrmonatiger Beratungsprozess zu Umweltfragen im Gang, an dem sich zahlreiche Experten, Interessengruppen und Politiker beteiligen. Umweltminister Jean-Louis Borloo will am Donnerstag erste Ergebnisse präsentieren. Im Gespräch ist unter anderem ein vorläufiges Verbot von genmanipuliertem Saatgut. Zu Forschungszwecken soll derartiges Saatgut jedoch weiter zugelassen werden. Besonders umstritten sind außerdem der Ausbau von Autobahnen und Müllverbrennungsanlagen und der Einsatz von Pestiziden in der Landwirtschaft. Borloo will außerdem "Öko-Etiketten" im Handel durchsetzen, die etwa über die Umweltverträglichkeit der Verpackung informieren.
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