Greenpeace fordert Ausstieg aus der Braunkohle

dpa
Bild: Stromleitungen


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Berlin (dpa) - Zur Verbesserung des Klimaschutzes verlangt der Umweltverband Greenpeace jetzt den Ausstieg aus der Braunkohle. Der Verzicht auf neue Braunkohlekraftwerke sollte mit einer stärkeren Nutzung erneuerbarer Energien einhergehen, forderte die Greenpeace- Geologin Gabriela von Goerne am Donnerstag in Berlin. Nur so und nicht durch Erneuerung des alten Kraftwerkparks könne der Ausstoss an Kohlendioxid wirkungsvoll verringert werden. Der Verband lehnt damit die von Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) verfolgte Strategie ab, mit Hilfe neuer Technologien den CO2-Anteil in fossil (mit Kohle und Öl) betriebenen Kraftwerken drastisch abzubauen.

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"Clements Ziel, bis 2020 CO2-freie Kraftwerke auf fossiler Basis zu schaffen, wird nicht erreichbar sein", sagte Goerne. "Diese Diskussion zielt darauf ab, das Verbrennen fossiler Energieträger in die Länge zu ziehen." Aber selbst bei weiteren Fortschritten bliebe das Problem der Speicherung des herausgefilterten Kohlendioxids ungelöst.

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften gehe von einer gesicherten Speicherkapazität von etwa 2,3 Milliarden Tonnen CO2 in deutschen Öl- und Gasfeldern aus. "Bezogen auf die derzeitigen CO2-Emissionen von Kohlekraftwerken in Höhe von 345 Millionen Tonnen jährlich bedeutet dies, dass die Speicher nach weniger als sieben Jahren gefüllt wären." Die Laufzeit neuer Kraftwerke betrage dagegen 30 bis 40 Jahre. Grösseres Speicherpotenzial böten salzreiche Tiefengewässer, die aber gegen Gesteinsverschiebungen abgesichert werden müssten.

In Deutschland werden derzeit Kraftwerke mit einer Kapazität von rund 110 000 Megawatt betrieben. Kohlekraftwerke haben einen Anteil von etwa 51 Prozent an der Stromproduktion und verursachen 41 Prozent der gesamten CO2-Emissionen. Zu den Plänen der Stromriesen RWE und Vattenfall, neue Braunkohlekraftwerke zu bauen, stellte Greenpeace fest, ihr CO2-Ausstoss liege weit über dem von Steinkohlekraftwerken. Da sich C02-speichernde Kraftwerke noch in der Entwicklung befänden, stünden sie erst in 15 bis 20 Jahren zur Verfügung. Die von Deutschland zugesagten Klimaschutz-Ziele würden weit verfehlt.



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