Greenpeace empört über Sarkozys Äußerung zu deutscher Atompolitik
dpa
Paris (AFP) - Die Umweltschutzorganisation Greenpeace ist "alarmiert" über die Äußerungen von Frankreichs Staatschef Nicolas Sarkozy zur deutschen Atompolitik. "Anstatt Deutschland Lehren zu erteilen, sollte sich Frankreich besser ein Beispiel daran nehmen", erklärten die Umweltschützer in Frankreich am Montagabend. Sarkozy lobe die Kernkraft als "Energie der Zukunft" anstatt die Möglichkeiten der erneuerbaren Energien hervorzuheben - und mache sich über das deutsche Energiemodell lustig.
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Frankreich solle es lieber dem Nachbarland gleichtun, wo der Anteil erneuerbarer Energien seit 1990 um gut zwei Prozent gestiegen sei, forderte die Organisation. In Frankreich sei deren Anteil am Energiemix dagegen um 0,6 Prozent gesunken, vor allem weil die Regierung der Atomenergie so "unangemessen viel Platz" einräume.
Durch den Ausbau erneuerbarer Energien seien in Deutschland 130.000 Arbeitsplätze entstanden, während in Frankreich gerade einmal 40.000 Menschen in dem Bereich arbeiteten, erklärten die Umweltschützer. Zudem habe Deutschland im Gegensatz zu Frankreich demokratisch über die Atompolitik entschieden. Sarkozy hatte Deutschland am Montag bei einem Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) aufgefordert, sich vom geplanten Atomausstieg abzuwenden.
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