Gorleben war offenbar nie als Endlager geeignet

ddp | 03.02.2010
Bild: Behälter für Atommüll

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Hannover - Einem Medienbericht zufolge hat der damalige niedersächsische Ministerpräsident Ernst Albrecht (CDU) im Jahre 1981 Hinweise aus dem eigenen Kabinett ignoriert, wonach der Salzstock in Gorleben nicht für die Endlagerung von hochradioaktiven Abfällen geeignet sei. Das belege ein vertraulicher Brief des damals für Gorleben zuständigen niedersächsischen Sozialministeriums an Albrecht, berichtet die "Hannoversche Allgemeine Zeitung" (Mittwochausgabe).


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In dem Brief warne der damalige Sozialminister Hermann Schnipkoweit (CDU) den Regierungschef, seit 1979 durchgeführte Probebohrungen der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt bestätigten "die bereits früher geäußerten Zweifel an der Eignung des Salzstocks, zumindest für die Endlagerung wärmeentwickelnder (hochradioaktiver) Abfälle". Der Brief datiere vom 3. Juli 1981 und sei an die Staatskanzlei in Hannover adressiert.

Kurt Herzog, umweltpolitischer Sprecher der Linksfraktion, die das Schreiben in Akten entdeckt hat, forderte am Dienstag, Gorleben aufzugeben und mit einer neuen vergleichenden Endlagersuche zu beginnen. "Ich bin zuversichtlich, dass die allein politisch begründete Entscheidung für Gorleben einer Anfechtung vor Gericht nicht standhalten wird", sagte Herzog.



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