Gorleben erwartet nächsten Castor
dpa | 26.10.2004
Dannenberg (dpa/lni) - Auf das niedersächsische Gorleben rollt ein neuer Castor-Transport zu: Ende kommender Woche wird der Atommüll-Zug in Frankreich starten, einen Tag später soll er Deutschland erreichen. Zahlreiche Bürgerinitiativen haben bereits ihren Widerstand gegen die Fahrt quer durch Deutschland angekündigt. Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) rechnet allein bei der Auftaktkundgebung mit rund 3.000 Demonstranten. "Von der Oma bis zum Enkel werden wieder alle dabei sein", sagte BI-Sprecher Francis Althoff.
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Die Polizei wird in diesem Jahr weniger Kräfte einsetzen als früher. Genaue Zahlen nannte Einsatzleiter Friedrich Niehörster aber nicht. Im vergangenen Jahr hatten rund 12 500 Beamte von Polizei und Bundesgrenzschutz den Transport in Niedersachsen gesichert. "Wir wollen mit den Demonstranten vernünftig umgehen, aber wir werden unseren Auftrag ausführen", betonte der Einsatzleiter.
Der Transport mit 12 Castor-Behältern wird voraussichtlich am 6. November abends in Frankreich in der Wiederaufarbeitungsanlage La Hague starten. Die genaue Transportroute durch Deutschland ist unbekannt. Es wird damit gerechnet, dass der Atommüll am 8. November in Dannenberg ankommt und dann frühestens am Abend desselben Tages ins Zwischenlager nach Gorleben gebracht wird.
Künstler werden die Castor-Tage im Wendland unter anderem mit Satire und Hip-Hop begleiten. Die Initiative "X-tausendmal quer" kündigte eine gewaltfreie Sitzblockade auf der Strasse an.
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