Google will Bevölkerung Afrikas per SMS anstelle des Internets informieren
Washington - Der Internetriese Google will die Bevölkerung Afrikas per SMS anstelle des Internets informieren. Der Konzern kündigte am Montagabend an, einen Kurznachrichtendienst für den Kontinent starten zu wollen. Google will zunächst in Uganda SMS mit Nachrichten, Sport und Wetterberichten sowie Tipps zu Themen wie Gesundheit und Landwirtschaft an Anwender senden. Es sei wichtig, die Nutzer in den Gegenden mit der größten Informationsarmut zu erreichen - wo immer sie auch seien, mit den Informationen zu versorgen, die sie benötigten, erläuterte Google.
Google wies darauf hin, dass in Afrika sechsmal so viele Menschen ein Mobiltelefon haben wie einen Internetanschluss. In den meisten Ländern des Kontinents sind die Telefon-Festnetze nur sehr schlecht ausgebildet, es mangelt an modernen Glasfaserkabeln für schnelle Internetanschlüsse. In den vergangenen Jahren ist der Mobilfunk hingegen rasant gewachsen. Anstelle von Onlinebanking nutzen viele Menschen etwa Bankdienste per Handy. Google kündigte nun an, auch einen SMS-Dienst starten zu wollen, der nach dem Vorbild einer Suchmaschine Fragen beantwortet. Ein weiteres SMS-System soll künftig genauso Käufer und Verkäufer von Waren zusammenbringen wie Unternehmer und Arbeitssuchende.
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