Google steigt ins Mobilfunkgeschäft ein
Es gehe dabei nicht um die Vermarktung eines einzelnen "Google Phone", wie in Medienberichten spekuliert worden sei, sagte Schmidt. "Unsere Vision ist, dass eine leistungsfähige Plattform tausende von verschiedenen Mobiltelefonen hervorbringen wird." Er schloss aber nicht aus, dass der Konzern zu einem späteren Zeitpunkt ein eigenes Handy auf den Markt bringen könnte. "Wenn man ein ’GPhone’ machen wollte, dann wäre die Plattform eine gute Ausgangsbasis dafür."
Telekom-Chef René Obermann begrüßte den Einstieg von Google in das Mobilfunkgeschäft. Die Plattform sei eine gute Möglichkeit, dass mobile Internet zu einem Massenmarkt zu entwickeln, sagte er bei einer Telefonkonferenz. Der Mobilfunkarm T-Mobile will im kommenden Jahr in Europa und den USA Dienste auf der Google-Plattform einführen. Von der Kooperation verspricht sich T-Mobile eine höhere Datennutzung, womit Rückgang in der Sprachtelefonie ausgeglichen werden sollen.
Mit der geplanten Allianz attackiert Google vor allem den Softwarekonzern Microsoft, der sich von seinem Handy-Betriebssystem üppige Gewinn verspricht. Der Allianz fern bleiben auch der weltgrößte Handy-Hersteller Nokia sowie der Blackberry-Produzent Research In Motion (RIM), die beide eigene Betriebssysteme für Mobiltelefone entwickelt haben.
Über die Mobilfunkpläne von Google war seit Wochen heftig spekuliert worden. Google dominiert bereits das Geschäft mit Internet-Werbung und stößt nun mit seinem Geschäftsmodell in den Mobilfunk vor.
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