Google lässt sich Zeit mit Werbung auf dem Handy
Die Verbraucher werden nach Miners Worten vor allem in zweierlei Hinsicht von Android profitieren. Erstens werden die Gerätehersteller die Handys billiger anbieten können, weil sie keine Lizenzgebühren für die offene Software zahlen. "Während die reinen Herstellungskosten stetig sinken, können die Lizenzen mehr als 20 Prozent des Preises ausmachen." Das fiele bei Android weg. Zweitens werde die Offenheit von Android eine Vielzahl neuer Programme und Dienste erlauben. "Wenn nur einer das Betriebssystem kontrolliert, kann das Innovationen hemmen, meinte Miner mit Blick auf Rivalen wie Symbian aus dem Nokia-Lager oder Windows Mobile von Microsoft. Bei Android gehe es nicht um einen "Google-Phone", sondern um eine offene Plattform, betonte er.
Android trifft auf dem Markt für Internet-fähige Handys auf etablierte Konkurrenten. Marktführer bei Betriebssystemen ist Symbian mit einem Anteil von etwa zwei Dritteln. Microsoft hatte nach Einschätzung von Marktforschern mit Windows Mobile zuletzt etwa 12 Prozent des Marktes. Allerdings machen die sogenannten Smartphones erst etwa ein Zehntel des gesamten Handy-Marktes aus - 2007 wurden rund 120 Millionen Geräte verkauft. Mit einer schnellen Absatz-Entwicklung könnten sich die Marktanteile also rasch verändern. "Symbian funktioniert vielleicht für Nokia - aber nicht für die Industrie", stichelte Miner in Richtung des großen Rivalen im Hinblick auf den noch geringen Marktanteil von Internet-Telefonen.
Google beteiligt sich in den USA auch an einer Versteigerung von Mobilfunk-Frequenzen. Dazu wollte sich Miner nicht äußern.
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