Google-Börsengang vor dem Abschluss
Eine endgültige Festlegung des Emissionspreises könnte nach Darstellung von Wall-Street-Fachleuten bereits am Dienstagabend oder am Mittwoch erfolgen. Damit könnte der Handel in Google-Aktien möglicherweise bereits am Mittwoch oder Donnerstag beginnen. Die Google-Aktien sollen unter dem Aktiensymbol "GOOG" an der NASDAQ- Börse gehandelt werden.
Die Google-Aktienauktion wird von insgesamt 28 Investmentbanken begleitet, die die bei der Versteigerung eingehenden Offerten der Kaufinteressenten seit vergangenen Freitag entgegen genommen haben. Dazu zählt auch die Deutsche Bank Securities.
Google selbst will bei dem Börsengang 14,14 Millionen Aktien verkaufen, während existierende Google-Aktionäre 11,55 Millionen Aktien unterbringen wollen. Sollte der angestrebte Preisrahmen erreicht werden, würde dies je nach tatsächlichem Verkaufskurs einen Gesamtemissionswert zwischen 2,8 Milliarden Dollar und 3,5 Milliarden Dollar (2,8 Mrd Euro) bedeuten. Es wird allerdings nur ein kleiner Teil aller Google-Aktien bei dem Börsengang an freie Aktionäre verkauft. Google hat nach der Emission insgesamt 271,2 Millionen Aktien ausstehen.
Der Gesamtwert aller Google-Aktien könnte bei dem Höchstpreis bis zu 36 Milliarden Dollar erreichen. Ford hat beispielsweise nur einen Marktwert von knapp 26 Milliarden Dollar, während die Yahoo-Aktien mit mehr als 38 Milliarden Dollar bewertet werden.
Die Auktion war für Google von zahlreichen Pannen begleitet. Die SEC und bundesstaatliche Aufsichtsbehörden hätten im Zusammenhang mit der Verteilung von Aktien an Google-Mitarbeiter in früheren Jahren informelle Anfragen vorgenommen, berichtete die "New York Times" am Dienstag. Google hatte in der jüngsten Version seiner Emissionsunterlagen an die SEC auch im Wortlaut ein "Playboy"- Interview einbringen müssen, das möglicherweise gegen die staatlichen Schweigevorschriften während des langwierigen Börsengangs verstossen hatte.
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