Gönner: Deutsche Atomforscher sind auch nach dem Ausstieg gefragt
Gönner nannte als Beispiel für die Aufgaben der künftigen Atomexperten den zweiten Block des Atomkraftwerks in Neckarwestheim (Kreis Heilbronn), der nach dem Atomkonsens als bundesweit letzter Kraftwerksblock etwa im Jahr 2021 vom Netz gehen soll. "Der Rückbau der Anlagen dauert jedoch mindestens noch weitere zwei Jahrzehnte", sagte sie. Hohe Anlagensicherheit werde deshalb weiterhin eine Aufgabe von herausragender Bedeutung sein.
Der festgelegte Ausstieg aus der Atomkraft ist für Gönner allerdings trotz des ausgehandelten Konsenses noch nicht in trockenen Tüchern: "Ich setze darauf, dass die Verkürzung der Laufzeiten von sicheren Anlagen nochmals überdacht wird", sagte Gönner. Der Ersatz durch Kohle- und Gaskraftwerke werde das Land beim Klimaschutz zurückwerfen.
Wissenschaftliche Grundlagenforschung der Universitäten sollen im neuen Verbund mit den praxisnahen Aufgaben des Karlsruher Forschungszentrums zusammengeführt werden. Beteiligt sind neben dem Forschungszentrum und der Fridericiana die Energie Baden-Württemberg EnBW, das Europäische Institut für Transurane, die Universitäten Karlsruhe, Stuttgart und Heidelberg sowie die Fachhochschulen Ulm und Furtwangen. Der Ministerrat hatte die Gründung des Verbands im vergangenen Juni beschlossen.
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