Glos will breiten Energiemix ohne Ideologie-Barrieren diskutieren
dpa | 31.03.2006
Berlin (dpa) - Vor dem für Montag geplanten Energiegipfel bei Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich Wirtschaftsminister Michael Glos (CSU) indirekt dafür ausgesprochen, die Kernenergie nicht von vornherein auszuklammern. Zumindest in der Diskussion müsse die gesamte Bandbreite der Energieversorgung ohne ideologische Barrieren zur Sprache kommen, sagte Glos am Freitag in der Debatte des Bundestages über den Haushalt, ohne das Wort Kernenergie in den Mund zu nehmen. Es müsse ein breiter Energiemix diskutiert werden. Auf dem Energiegipfel müssten "alle Probleme auf den Tisch".
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Vor dem Treffen der Energieversorger im Kanzleramt forderte Glos die großen Stromerzeuger auf, mit den lange angekündigten Investitionen in de Kraftwerkspark zu beginnen. "Wir brauchen mehr Stromerzeugung." Dies sei die wirksamste Form, um den Strommarkt liquider zu machen und so zu günstigeren Strompreisen in Deutschland zu kommen. Glos verwies auf eine Studie, wonach die Energieversorgung auf eine breite Basis gestellt werden und die starke Abhängigkeit von russischen Erdgaslieferungen eingedämmt werden müsse.
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