Glos mahnt Energiekonzerne zur Einhaltung von Investitionszusagen
dpa
Berlin (dpa) - Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) hat die Energiekonzerne dazu aufgefordert, ihre Investitionszusagen einzuhalten und für mehr Transparenz auf dem Strommarkt zu sorgen. "Die großen vier Energieversorgungsunternehmen haben bereits meinem Amtsvorgänger im März 2005 schriftliche Zusagen über Investitionen von 20 Milliarden Euro gegeben. Die vollständige Einlösung steht allerdings noch aus. Die Konzerne sind nun gefordert, ihren Ankündigungen Taten folgen zu lassen", sagte Glos dem "Handelsblatt" (Mittwoch).
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Zugleich kritisierte der Minister die Verhältnisse an der LeipzigerStrombörse: "Es mangelt dort an Transparenz. Ich werde die Stromerzeuger dazu auffordern, daran etwas zu ändern." Er wolle die Akteure jedoch nicht per Gesetz dazu verpflichten: "Ich setze auf die Einsichtsfähigkeit der Marktteilnehmer."
Glos räumte ein, dass die Ausgestaltung der zweiten Runde des Handels mit Emissionszertifikaten zwischen Wirtschafts- und Umweltministerium umstritten ist. Er wolle nicht verhehlen, dass beide Häuser unterschiedliche Interessen hätten. "Während das Umweltministerium in erster Linie auf die Reduktion der Kohlendioxidemissionen schaut, sehen wir die Interessen der privaten und industriellen Stromverbraucher. Letztere wollen wir nicht ins Ausland vertreiben. Damit ist niemandem gedient", sagte Glos.
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