Glos droht Stromkonzernen verstärkte Preiskontrollen an
AFP | 14.03.2007
Hamburg (AFP) - Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) hat den deutschen Stromkonzernen verstärkte Preiskontrollen angedroht. "Den Stromkonzernen muss besser auf die Finger geschaut werden können", sagte Glos der "Bild"-Zeitung (Mittwochsausgabe). "Deshalb habe ich bereits eine Novelle des Kartellrechts auf den Weg gebracht." Allerdings blockiere Umweltminister Sigmar Gabriel (SPD) das Vorhaben bisher noch, sagte Glos weiter.
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Im Zusammenhang mit der Kritik an der Leipziger Strombörse (EEX) will der Stromversorger E.on Vorwürfe der Preismanipulation durch externe Gutachter entkräften. "Wir unterstützen und fordern eine rückhaltlose Aufklärung der vorgebrachten Vorwürfe und werden hierzu einen unabhängigen Gutachter einsetzen", sagte der Vorstandsvorsitzende Wulf Bernotat der "Bild"-Zeitung (Mittwochausgabe). Zugleich verwahrte er sich gegen Vorwürfe gegen die großen Stromversorger, sie würden die Preise an der Strombörse durch eigenes Handeln gezielt nach oben treiben. Dies sei schon deshalb nicht möglich, "weil wir über die Börse mehr Strom verkaufen als wir kaufen - unser Anteil am Handel in Leipzig liegt bei unter zehn Prozent", sagte er der "Bild"-Zeitung.
Auch Anschuldigungen von Verbraucherschützern, dass die Endverbraucherpreise in Deutschland zum Teil drastisch überhöht seien, wies er Konzernchef vehement zurück. Der Preisanstieg in den vergangenen Jahren sei auf andere Ursachen zurückzuführen. "Der Staatsanteil ist um über 60 Prozent gestiegen, die Rohstoffe zur Stromerzeugung haben sich in zwei Jahren um über 50 Prozent verteuert. Pro verkaufter Kilowattstunde ist unser Gewinnanteil deutlich gesunken."
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