Gier nach Öl: Shell drängt in die Arktis
Hamburg - Der Mineralölkonzern Shell will bald in der Arktis nach Öl bohren. In mehr als 40 Städten protestierten deshalb Greenpeace-Aktivisten an Shell-Tankstellen. Ein Ölunfall hätte katastrophale Folgen.
Greenpeace-Aktivisten haben nach eigenen Angaben in 40 Städten vor Shell Tankstellen gegen Ölbohrungen in der Arktis protestiert. Vor der Tankstelle des Konzerns am Hamburger Dammtor-Bahnhof bauten 20 Aktivisten am Samstag ein rund drei Meter hohes Modell eines Ölbohrturms auf. Aus dem Turm sprudelte eine schwarze Flüssigkeit, die das darunter liegende Eis schwarz färbte. Auf einem Banner hieß es: "Shell raus aus der Arktis."
Martin Hofstetter von Greenpeace sagte: "Wenn wir die Pläne von Shell nicht stoppen, wird eine der letzten unberührten Regionen dieser Erde von der Ölindustrie ausgebeutet. "Sollte es zu einem Ölunfall kommen, hätte das katastrophale Folgen für diese Region." Shell ist nach Angaben von Greenpeace einer der ersten großen internationalen Ölkonzerne, der massiv in die Arktis drängt.
Wie Hofstetter der dpa sagte, sollten die ersten Bohrungen in der eisbedeckten Arktis bereits diese Woche beginnen, wegen des Wetters seien sie aber um ein, zwei Wochen verschoben. Hofstetter kündigte weitere Proteste an. Ein Shell-Sprecher betonte, das Unternehmen arbeite seit Jahrzehnten in arktischen und subarktischen Regionen. "Shell besitzt die technische Expertise und das Know-how, um Öl und Gas auch unter arktischen Bedingungen verantwortlich zu produzieren. Shell setzt dabei fortschrittlichste Technologien ein."
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