Gesundes Misstrauen schützt Senioren im Internet
dpa
Magdeburg/Berlin (dpa) - Eine Mischung aus gesundem Misstrauen und ausreichendem Vertrauen in die Technik macht den Start ins Internet für ältere Menschen sicherer. "Senioren sind sich oft einerseits nicht der Gefahren bewusst, andererseits haben sie Angst vor den technischen Herausforderungen", sagt Maik Morgenstern vom IT-Beratungsunternehmen AV-Test in Magdeburg dem dpa-Themendienst. Laut dem am Montag in Berlin vorgestellten "(N)Onliner-Atlas 2007" sind immer mehr Senioren im Internet unterwegs.
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In der Altersgruppe der 60- bis 69-Jährigen sind derzeit 35,5 Prozent online, heißt es in der vom Meinungsforschungsinstitut TNS Infratest erstellten Studie. Bei den 50- bis 59-Jährigen sind es 58,3 Prozent. Gerade ältere Menschen sind nach Morgensterns Erfahrung im Netz aber oft allzu vertrauensselig.
Absolute Voraussetzung für die Nutzung des Internets sei die Installierung einer Virenschutz-Software, die bei mehreren Anbietern kostenlos heruntergeladen werden kann. "Diese Programme sind leicht zu installieren und erfordern kaum Nutzer-Interaktionen", erklärt Morgenstern.
Virenschutz-Programme bieten jedoch keinen Schutz vor Spam und so genannten Phishing-Mails, warnt der Fachmann. Statt sich von solcher elektronischer Post einschüchtern zu lassen, sollte der angebliche Absender - etwa eine Bank - lieber noch einmal auf anderem Wege befragt werden. "Aber auch bei Mails von Bekannten sollte nicht einfach arglos jeder Anhang geöffnet werden", rät Morgenstern.
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