Gericht eröffnet Insolvenzverfahren für Ex-mobilcom-Chef Schmid
So investierte er nach eigenen Angaben 32 Millionen Euro in ein Bauprojekt in Kiel, das seit etwa einem Jahr still liegt. Nach dem Kurssturz der mobilcom-Aktie auf zeitweise knapp einen Euro reichten die Aktien als Sicherheit nicht mehr aus. Mittlerweile sind die Papiere wieder 5,80 Euro wert.
Schmids Gläubiger - im wesentlichen Banken - müssen bis zum 18. Mai ihre Ansprüche schriftlich beim Insolvenzverwalter anmelden und sind zum 21. Mai zu einer Gläubigerversammlung eingeladen. Dort wird über das weitere Insolvenzverfahren entschieden und eventuell ein Gläubigerausschuss eingesetzt. Schmid selbst sind die Hände gebunden; er kann über sein Vermögen nur noch mit Zustimmung des Insolvenzverwalters verfügen, der in erster Linie die Interessen der Gläubiger vertreten muss. Die Rechte aus den Aktien werden ohnehin treuhänderisch von mobilcom-Aufsichtsrat Helmut Thoma wahrgenommen.
Neben dem Insolvenzverfahren läuft gegen Schmid auch ein Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Kiel wegen des Verdachts der Untreue zu Lasten der mobilcom AG. Dabei geht es um ein umstrittenes Aktien-Optionsgeschäft, das Schmid noch als Vorstandsvorsitzender mit der Firma Millenium seiner Ehefrau Sybille Schmid-Sindram abwickelte. Dabei flossen rund 70 Millionen Euro an Millenium. Schmid-Kritiker aus dem Aufsichtsrat und von Grossaktionär France Télécom bezweifeln, dass es für diese Zahlung einen Rechtsgrund gibt.
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