Geothermie wird weltweit genutzt
Kiel - Nach Angaben des Bundesverbands Geothermie hat die weltweite Nutzung der oberflächennahen Geothermie in den vergangenen Jahren drastisch zugenommen. Aktuelle verlässliche Angaben werden jedoch erst im kommenden Jahr vom Geothermischen Weltkongress veröffentlicht. Nach den zuletzt im Jahre 2005 erstellten Erhebungen nutzten seinerzeit mindestens 71 Länder die Erdwärme. Die installierte Gesamtleistung der Kraftwerke betrug fast 28 000 Megawatt. Spitzenreiter waren die USA, Schweden, China, Island und die Türkei. Deutschland lag an zehnter Stelle.
In Deutschland eignen sich vor allem das Norddeutsche Becken, der Oberrheingraben und das Molassebecken in Bayern für eine Nutzung. Bundesweit waren 2005 insgesamt 26 geothermische Heizwerke und Wärmeversorgungen mit hydrothermaler Geothermie in Betrieb. Dort wird die Erdwärme für die Wärmeversorgung, für Thermalbäder oder zur Stromerzeugung eingesetzt. Die leistungsstärksten deutschen Anlagen befinden sich in Unterhaching, Erding und Unterschleißheim in Bayern sowie in Neustadt-Glewe und Neubrandenburg in Mecklenburg-Vorpommern. Zehn weitere werden gegenwärtig in Bayern, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz errichtet.
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