Geologe warnt vor radioaktiver Verseuchung bei Asse-Vollverfüllung
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Hannover - Informationen des Radiosenders NDR 1 Niedersachsen zufolge würde eine Verfüllung des Atommülllagers Asse mit Beton und einer Speziallösung bereits nach relativ kurzer Zeit eine radioaktive Verseuchung der Oberfläche nach sich ziehen. Das berichtete der Sender am Montag unter Berufung auf ein ihm vorliegendes Gutachten.
Demnach würden sich nach der Verfüllung im Grubengebäude Gase bilden. Der dadurch entstehende Druck wäre so stark, dass er radioaktiv belastetes Salzwasser an die Oberfläche pressen würde. Bereits nach 50 bis 60 Jahren könnte dieses Salzwasser dem Gutachten zufolge an der Oberfläche austreten oder das Grundwasser in der Region verseuchen.
Verfasser des Gutachtens ist nach Angaben des NDR ein Hydrogeologe, der im Auftrag der Asse-Begleitgruppe alle drei Optionen für die Schließung des Atommülllagers geprüft hat. Dies sind im Wesentlichen die Verfüllung des Bergwerks, die Bergung der radioaktiven Abfälle oder ihre Umlagerung in tiefere Bereiche. In der Asse lagern rund 126.000 Fässer mit schwach- und mittelradioaktivem Atommüll.
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