Gedenken an erste sowjetische Atomkatastrophe vor 50 Jahren
dpa
Moskau (dpa) - 50 Jahre nach der ersten Atomkatastrophe in der früheren Sowjetunion haben zahlreiche Menschen bei Tscheljabinsk im Südural der Opfer gedacht. Auch Jahrzehnte nach der von Moskau bis 1989 verheimlichten Explosion in der Atomwaffenfabrik Majak litten viele Menschen weiter an den Folgen der Strahlenbelastung, sagte einer der Organisatoren der Gedenkveranstaltung am Samstag dem Radiosender "Echo Moskwy". Am 29. September 1957 war ein unterirdischer Betontank der sowjetischen Nuklearfabrik mit flüssigen, hoch radioaktiven Abfällen explodiert.
Offizielle Zahlen zu den Opfern gibt es nicht. Die Organisatoren sprachen davon, dass 150 000 Menschen an den Folgen der Katastrophe gestorben seien.
Der Unfall ereignete sich in der damals geheimen Stadt Osjorsk, 1500 Kilometer östlich von Moskau. Ein 300 Kilometer langer und bis zu 40 Kilometer breiter Landstreifen ist bis heute verstrahlt. 32 Jahre lang hielt die Sowjetunion die Katastrophe geheim. Erst 1989 gestand Moskau den Unfall ein und meldete ihn der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA.
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