GDF und E.ON wollen gegen EU-Strafe klagen
Paris - GDF und E.ON Ruhrgas wollen mit allen Mitteln gegen das von der EU-Kommission verhängte Bußgeld von jeweils 553 Millionen Euro angehen. GDF teilte am Mittwoch in Paris mit, dass die Gruppe die gegen sie erhobenen Vorwürfe nicht akzeptieren könne und gegen die Entscheidung der Kommission einen Einspruch beim Europäischen Gerichtshof der Ersten Instanz einlegen werde. GDF und E.ON sollen mit der Aufteilung von Märkten gegen das Kartellverbot verstoßen haben. GDF wurde seitdem mit Suez zu GDF Suez verschmolzen.
Der Konzern erklärte seinen "völligen Widerspruch gegen die Schlussfolgerung der Kommission, dass GDF SUEZ und E.ON bis 2005 (...) konspiriert haben, um den Wettbewerb auf ihren jeweiligen Märkten zu beschränken". Außerdem sei "der Rechts- und Regulierungsrahmen damals sehr von dem des heutigen Energiemarktes verschieden" gewesen. GDF SUEZ habe seine Stellung in Deutschland stets ausbauen und entwickeln wollen. "Derzeit ist der Konzern der wichtigste ausländische Wettbewerber von E.ON auf dem deutschen Erdgasmarkt und ein wichtiger Akteur bei der Öffnung der deutschen Energiemärkte."
Auch der Chef der E.ON-Tochter Ruhrgas, Bernhard Reutersberg, meldete sich mittels einer Mitteilung am Mittwoch in Essen zu Wort: "Die Kommission konstruiert Marktabsprachen, die zwischen den Unternehmen nie stattgefunden haben, auch nicht im Zeitraum zwischen 2003 und 2005". "Zudem ignoriert sie wirtschaftliche Zusammenhänge. Der Wettbewerb auf dem europäischen Gasmarkt ist längst Realität. Die Entscheidung und das hohe Bußgeld seien nicht nachvollziehbar.
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