GDF Suez bekommt niedrige Gaspreise zu spüren - Prognose gesenkt

dpa-AFX | 04.03.2010
Bild: Gaskraftwerk


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Paris - Der französische Energieversorger GDF Suez bekommt die schwachen Gaspreise und den durch die Krise ausgelösten Absatzrückgang deutlich zu spüren. Das Unternehmen rechnet nicht mehr mit einer schnellen Erholung und hat daher am Donnerstag seine Prognose für das kommende Jahr deutlich gesenkt. 2011 solle das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) nur noch um mindestens 15 Prozent im Vergleich zum Ergebnis von 2009 steigen. Das entspräche einem EBITDA von rund 16,1 Milliarden Euro. Zuvor hatte der erst im Juli 2008 fusionierte Konzern noch 17 bis 18 Milliarden Euro für möglich gehalten. Für das laufende Jahr kündigte der Vorstand lediglich ein höheres EBITDA als 2009 an.


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Analysten hatten bereits mit der Anpassung gerechnet und die alte Prognose für zu optimistisch gehalten. Das Gasgeschäft wird derzeit von Überkapazitäten bestimmt, die den Preis unter Druck halten. Inzwischen entkoppelt er sich zunehmend vom Ölpreis (Stichwort: Ölpreisbindung). Zudem befürchten die Energiekonzerne als Spätfolge im Stromgeschäft geringere Gewinnspannen in den kommenden Jahren. In der vergangenen Woche hatte bereits der deutsche Energiekonzern RWE seinen mittelfristigen Ausblick gesenkt. An seinen Investitionsplänen will GDF Suez festhalten. Für neue Projekte stehen in diesem und im kommenden Jahr jeweils rund 10 Milliarden Euro zur Verfügung.

2009 hatte GDF Suez der Wirtschaftskrise noch weitgehend getrotzt. Der Umsatz sank zwar um 3,8 Prozent auf 79,9 Milliarden Euro, das EBITDA legte jedoch um ein Prozent auf 14 Milliarden Euro zu. Der Überschuss lag bei 4,5 Milliarden Euro, das entspricht auf vergleichbarer Basis einem Zuwachs von 0,3 Prozent. Die Dividende soll um 5 Prozent auf 1,47 Euro je Aktie steigen. Damit sieht der Vorstand das 2007 formulierte Ziel erfüllt, die Ausschüttung bis 2010 im Schnitt um 10 Prozent zu erhöhen.



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