Gazprom und Eni wollen Kapazität von "South Stream" erweitern
Moskau - Der russische Gasmonopolist Gazprom und der italienische Eni-Konzern planen eine Erweiterung der Kapazität der South Stream-Pipeline nach Südeuropa. Die ursprünglich geplante Jahresleistung von 31 Milliarden Kubikmeter soll nun auf 63 Milliarden Kubikmeter erhöht werden, vereinbarten beide Unternehmen am Freitag im russischen Schwarzmeer-Kurort Sotschi. Konkrete Fristen für die Erweiterung wurden nicht genannt. Die Einigung wurde im Beisein der Ministerpräsidenten beider Länder, Wladimir Putin und Silvio Berlusconi, getroffen.
Gazprom beschloss am Freitag zudem mit den EU-Mitgliedsstaaten Bulgarien und Griechenland sowie mit Serbien die Gründung von Gemeinschaftsunternehmen, die den Bau von South Stream in ihren Ländern durchführen sollen. Das russische Projekt gilt als Konkurrent zu dem von der EU unterstützten Pipeline-Vorhaben Nabucco, das Gas vom Kaspischen Meer in Umgehung Russlands nach Westen pumpen soll. Seit Monaten wetteifern Moskau und Brüssel um den Abschluss von Abkommen mit den Erzeuger- und Transitländern. Nach Einschätzung von Experten dürfte die Nabucco-Leitung nur rentabel sein, wenn auch iranisches Gas eingespeist wird. Dem widersetzen sich bislang aber vor allem die USA.
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