Gazprom übernimmt offiziell serbischen Öl-Monopolisten NIS
Novi Sad - Der russische Gasriese Gazprom hat den serbischen Öl-Monopolisten NIS offiziell übernommen. Ziel sei es, aus NIS "das größte Erdölunternehmen in diesem Teil Europas zu machen", sagte der Chef der Gazprom-Tochter Gazprom Neft, Alexander Djukow, am Dienstag am Sitz der NIS im nordserbischen Novi Sad. Bis 2012 sollen demnach mehr als 500 Millionen Euro in den Um- und Ausbau des Unternehmens gesteckt werden. 40 Prozent der Summe solle noch in diesem Jahr investiert werden. Anlässlich des Besitzerwechsels wurde ein neues NIS-Führungsgremium ernannt, dem sechs Russen und fünf Serben angehören. Geleitet wird es von Djukows Berater Dmitri Malischew.
Russland und Serbien hatten im Dezember im Rahmen eines umfangreichen Energieabkommens vereinbart, dass Gazprom für 400 Millionen Euro 51 Prozent von NIS übernimmt. In dem Abkommen hatte Belgrad auch sein Einverständnis gegeben, dass die geplante Gas-Pipline South Stream zwischen Russland und Südeuropa durch sein Gebiet verlaufen wird.
Weitere Nachrichten vom 11.02.2009
- BGH bestätigt Kartellauflagen für Gas-Wettbewerb
- Experten: Höhere Konsolidierungsdruck in Telekombranche
- Strahlenschutz-Experten erwarten weitere Asse-"Überraschungen"
- Viele Mittelständler planen Investitionen zum Energiesparen
- Deutsche rechnen mit steigenden Heizkosten
- Französische Atomindustrie rechnet mit drittem EPR-Atomreaktor
- Immer mehr Bundesbürger stellen Persönliches ins Netz
- Ölpreise leicht erholt von Vortagsverlusten

