Gazprom senkt Export nach Europa seit Jahresbeginn um 40 Prozent
Moskau - Die Europa-Exporte des russischen Gasmonopolisten Gazprom sind seit Jahresbeginn im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nach einem Zeitungsbericht um 40 Prozent gefallen. Bis Mitte März habe der vom Kreml kontrollierte Energiekonzern nur 24 Milliarden statt 40 Milliarden Kubikmeter Gas an den Westen verkauft. Das berichtete die Moskauer Wirtschaftszeitung "Wedomosti" am Mittwoch unter Berufung auf statistische Angaben der Energiebehörden. Vor allem die zweiwöchige Totalblockade der Transitroute durch die Ukraine während des Gasstreits mit Kiew zu Jahresbeginn sowie eine geringere Nachfrage in der EU hätten die Exporte gedrosselt.
Viele westliche Abnehmer griffen derzeit verstärkt auf eigene Reserven zurück, da sie mit einem deutlichen Absinken der Gaspreise in den kommenden Monaten rechnen. Ein Gazprom-Sprecher bestätigte den rückläufigen Export, ohne Zahlen zu nennen. Moskauer Analysten erwarten aufs Jahr gerechnet einen Rückgang der Gasausfuhren an den Westen von acht bis zehn Prozent. Gazprom hatte zu Jahresbeginn aufgrund finanzieller Engpässe sein Investitionsprogramm nach Medienberichten deutlich gekürzt.
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