Gazprom: Osteepipeline fast doppelt so teuer
dpa, Verivox | 31.03.2008
Moskau (dpa) - Der russische Gasmonopolist Gazprom hat die Kostenschätzung für die Ostseepipeline von den ursprünglichen Planungen um fast das Doppelte auf 7,4 Milliarden Euro korrigiert. Das meldete die russische Agentur Interfax am Montag unter Berufung auf eine Mitteilung des Konzerns. Zu Beginn der umstrittenen Planungen der 1200 Kilometer langen Nord-Stream-Leitung habe der Voranschlag 2005 noch bei vier Milliarden Euro gelegen. Ex-Kanzler Gerhard Schröder, der Aufsichtsratschef der Nord Stream AG ist, hatte die Kosten zuletzt bereits auf acht Milliarden Euro geschätzt.
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Die Finanzierung der umstrittenen Ostsee-Gaspipeline mit europäischem Geld ist weiter offen. Die Europäische Investitionsbank (EIB) will erst einsteigen, wenn ein Antrag und eine politische Einigung der 27 EU-Länder zu dem Vorhaben vorliegen. Das vom damaligen Kanzler Schröder und Kremlchef Wladimir Putin eingefädelte Vorhaben ist wegen des Widerstands von Polen und baltischer Staaten umstritten. Gazprom ist Hauptaktionär des Betreiberkonsortiums Nord Stream. Der Konzern und seine Partner wollen von 2011 an Gas nach Deutschland pumpen.
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