Gazprom: Gas-Transit in den Westen verläuft ohne Probleme
Moskau - Der Transit von Gas durch Weißrussland in den Westen läuft nach Angaben des russischen Staatskonzerns Gazprom trotz des Energiekonflikts der beiden Länder ohne Probleme. Zuvor hatte Weißrussland mitgeteilt, die für die Gaszufuhr nach Europa wichtigen Leitungen gesperrt zu haben. Daraufhin erhöhte Russland den Druck auf den finanzschwachen Nachbarn und wies darauf hin, dass das komplette weißrussische Pipeline-Netz in russischem Besitz sei. Präsident Alexander Lukaschenko habe daher nicht das Recht, die Leitungen als Druckmittel im Gasstreit zu nutzen. Gazprom-Chef Alexej Miller verkündete am Mittwoch, dass der Grastransit in den Westen bisher ungestört verlaufe.
Der Präsident des Europaparlaments, Jerzy Buzek, hatte am Vorabend von ersten "Kürzungen" in Deutschland und Litauen gesprochen. Details nannte er allerdings nicht. Das baltische EU-Land Litauen ist zu 100 Prozent von den Transporten durch Weißrussland abhängig. Deutsche Energieversorger erwarten vorerst keine Engpässe.
Gazprom hat die Gaszufuhr nach Weißrussland auf nur noch 40 Prozent der üblichen Menge gesenkt, um Minsk zur Zahlung ausstehender Schulden in Höhe von 192 Millionen US-Dollar (rund 157 Mio. Euro) zu zwingen. Im Gegenzug verlangt Weißrussland vom russischen Energiemonopolisten 260 Millionen US-Dollar für Transitgebühren.
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