Gazprom drosselt Gasförderung auf Jahre
Moskau - Der vom Kreml kontrollierte Energiekonzern Gazprom wird die Gasförderung in den nächsten vier bis fünf Jahren wegen Absatzproblemen um ein Zehntel senken. "Die Krise hat den Bedarf nach Erdgas um etwa zehn Prozent schrumpfen lassen", sagte Gazprom-Vizevorstandschef Waleri Golubew am Donnerstag auf einem Energieforum in Moskau.
Angesichts der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise habe der Konzern seine bis 2020 geltende Prognose bereits nach unten korrigiert. In absoluten Zahlen bedeute die zehnprozentige Drosselung etwa 70 Milliarden Kubikmeter Gas im Jahr, sagte Golubew nach Angaben der Agentur Interfax. Deutschland bezieht jährlich im Schnitt 34 Milliarden Kubikmeter Gas aus Russland.
2008 hatte der weltgrößte Gaskonzern 550,6 Milliarden Kubikmeter Gas gefördert und 158,8 Milliarden Kubikmeter in den Westen gepumpt In den ersten drei Monaten 2009 waren die Gasexporte russischen Medienberichten zufolge um etwa 40 Prozent geschrumpft. Hauptgrund war der beispiellose Gasstreit zwischen Russland und der Ukraine im Januar, der im Laufe von zwei Wochen zu Versorgungsengpässen in mehreren europäischen Ländern geführt hatte.
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