Gasversorger VNG mit leichtem Rückgang beim Überschuss
Holst wies die Verantwortung für die hohen Gaspreise, die Verbraucher zur Zeit zahlen müssen, zurück. "Die Energiepreise werden zum Grossteil auf den Weltmärkten und nicht auf dem deutschen Markt gemacht", sagte der VNG-Chef. Holst erwartet in der Zukunft einen noch schärferen weltweiten Wettbewerb wegen des wachsenden Energiehungers in China und Indien. Vor diesem Hintergrund dämpfte Holst die Erwartung, dass ein intensiverer Wettbewerb in Deutschland zu geringeren Preisen führen könnte. Ein Trend für sinkende Preise sei nicht zu erkennen.
Holst forderte von der Politik möglichst schnell verlässliche Rahmenbedingungen durch das geplante Energiegesetz. "Dabei muss der Wert Zuverlässlichkeit noch stärker ins Blickfeld geraten", sagte Holst. Deshalb forderte er, an der Ölpreisbindung für Gas festzuhalten. Sie verhindere unvermittelte Preisschwankungen. "Basis für die Versorgungssicherheit bleiben langfristige Lieferverträge."
Das Unternehmen wagte nur einen verhaltenden Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr. "Wir wollen zum Jahresende beim Absatz etwas über dem Vorjahreswert liegen", sagte der kaufmännische Vorstand, Gerhardt Wolff. Beim Ertrag soll das Ergebnis von 2004 erreicht werden. Nach derzeitigem Stand will der Grossversorger für seine Kunden die Preise im Juli noch einmal leicht erhöhen, für das vierte Quartal aber seien derzeit keine Preissteigerungen absehbar.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr hatte sich der niedersächsische Energieversorger EWE AG (Oldenburg) beteiligt und damit die herausragende Stellung unter den VNG-Aktionären erworben.
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