Gasversorger Saar Ferngas warnt vor Regulierung der Speicher
dpa
Frankenthal (dpa) - Der Gasversorger Saar Ferngas AG hat vor staatlichen Vorgaben bei der Speicherung von Gas gewarnt. Komme es zu einer entsprechenden Regulierungsverordnung auf EU-Ebene, sei "ein Teil der nationalen Versorgungssicherheit in Gefahr", sagte Vorstandssprecher Konrad Reinert am Montag im pfälzischen Frankenthal. Seinen Angaben zufolge gibt es entsprechende Überlegungen in der EU-Kommission. Das Unternehmen fürchtet, dass Gasversorger dann verpflichtet werden könnten, eigene Speicherkapazitäten zu festgelegten Preisen anderen Händlern zur Verfügung zu stellen.
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Reinert verwies auf den vergangenen Winter, als Russland der Ukraine den Gashahn abstellte und es auch in Westeuropa zu Engpässen kam. Dank ihrer Speicherkapazitäten - in Deutschland gibt es 43 Speicher, in denen rund 20 Milliarden Kubikmeter Gas aufbewahrt werden - sei es der Gaswirtschaft gelungen, dies zu kompensieren, sagte Reinert. Von der EU-Kommission sei damals der Vorwurf gekommen, Deutschland bunkere Gas, statt aus seinen Speichern Großbritannien zu versorgen, wo das Gas besonders knapp war.
Saar Ferngas unterhält in Frankenthal einen unterirdischen Erdgasspeicher mit einer Kapazität von 62 Millionen Kubikmetern und einer Ausdehnung von 4,5 Quadratkilometern. In den vergangenen Jahren seien 20 Millionen Euro in die Anlage investiert worden, berichtete das Unternehmen.
Der Gasversorger gehörte bislang zum RAG-Konzern und soll nun an den Energieriesen RWE verkauft werden. Zur Zeit werde der Vertrag ausgearbeitet, sagte Reinert. Als größte Hürde bis zum Abschluss des Geschäfts sehe er die Genehmigung durch das Bundeskartellamt. Saar Ferngas beliefert Energieversorger und Industriekunden in Rheinland- Pfalz und im Saarland. 2005 setzte das Unternehmen knapp 1,2 Milliarden Euro um.
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