Gasversorger im Südwesten müssen Preise erneut offen legen

dpa | 07.04.2006
Bild: palniki gazowe


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Stuttgart (dpa) - Die Gasversorger in Baden-Württemberg müssen ihre Preise vor der Landeskartellbehörde erneut offen legen. "Die hohen Gaspreise rufen nach verstärkter Aufsicht", begründete Wirtschaftsminister Ernst Pfister (FDP) am Freitag in Stuttgart den Schritt. Die in seinem Ministerium angesiedelte Kartellbehörde forderte die 106 Versorger im Land zu einem Langzeitpreisvergleich auf. Dieser soll nach Angaben von Pfister deutlich umfangreicher als die erste Untersuchung werden.

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Mit der Maßnahme soll die Gasversorgerung von Haushaltskunden untersucht werden, teilte der Minister mit. Der Gasbezugspreis für die Gasvorsorgungsunternehmen sei zwar landesweit annähernd gleich. Die Endkundenpreise für die Haushaltskunden würden jedoch Unterschiede von bis zu 30 Prozent aufweisen. Pfister betonte jedoch, die Landeskartellbehörde könne zwar gegen einen ungerechtfertigten Preisanstieg vorgehen. An dem grundsätzlich hohen Gaspreisniveau wegen der stark gestiegenen Rohstoffpreise ändere das jedoch nichts.

Mitte März hatte der Minister bereits eine positive Bilanz einer vorangegangenen Untersuchung der Landeskartellbehörde wegen zu hoher Gaspreise gezogen. Mehrere Gasversorger hätten angekündigte Preiserhöhungen teilweise zurückgenommen und längerfristige Preisstabilität garantiert. Damit könnten die betroffenen Kunden bis zu 85 Euro im Jahr sparen, erklärte der FDP-Politiker.



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